INSTALLATION

Grabkammer verkehrt
2003, Zinkbadewanne, Leiche aus Neonroehren, Transformator, Gipsfüße, Stühle, schwarze Folie · 400 x 800 x 500 (H x B x T)
Die Grabkammer besteht aus einem innen schwarz ausgekleideten Kubus. In der Mitte liegt im Sarg eine männliche Leiche, geformt aus grell-rot leuchtenden Neonröhren. Links und rechts des Sargs stehen, in mehreren Etagen aufgereiht, die Trauergäste, symbolisch dargestellt durch Füße und Beine aus weißem Gips.

In dieser Grabkammer ist alles verkehrt – um 180° auf den Kopf gestellt. Die Leiche im Sarg ist lebendig, frech und witzig. Sie wirkt überhaupt nicht tot. Man hat den Eindruck, dieser Tote könnte jeden Moment dem Sarg entsteigen. Ganz anders die Trauergäste. Sie sind die eigentlichen Toten in der Grabkammer. Durch ihre Darstellung über die Füße ist ihnen der Körper genommen. Der bleiche Gips gibt ihnen den Hauch des Todes. (KB 2003)
Grabkammer verkehrt
Eine Installation zur Ausstellung »nicht drängeln – jeder kommt dran« beim BBK Frankfurt am Main · Oktober 2003
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